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Ingeborg Stadelmann

Dieses Interview war bis 01.10.2026 09:00 Uhr freigeschaltet.

„Nimm es an, in seinem So-Sein – Ingeborg Stadelmann über Geburt, Vertrauen und Mutterschaft“

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  1. Die Hintergrundinformationen aus „früheren“ Zeiten sind informativ. Für meinen Geschmack wiegelt Frau Stadelmann immer wieder ab, Hauptsache Geburt klappt (Biologie klappt immer). Es ist sehr viel Gewalt in der sogenannten Geburtshilfe, und das zu leugnen, und einfach zu sagen: nimm´ es an … Hebammen können und dürfen nicht aus reiner Nächstenliebe für ein Mini – Einkommen arbeiten. Ich empfinde Ihre Haltung als extrem patriarchal gegenüber Frauen. Und sie ist ja auch eine. Wir alle sollten doch dafür einstehen, dass Frauen selbstbestimmt, natürlich gebären dürfen. Der Vergleich mit früher funktioniert nicht. Zeiten, Haltungen und Bewusstsein ändern sich.

    1. Ich finde Frau Stadelmann hat es sehr gut beschrieben, dass die Frau das Kind gebärt und dafür ein Urvertrauen wichtig ist. Ohne die Zuversicht können Interventionen möglich werden, die gewaltsam erlebt werden können. Stimmt das Urvertrauen, sind normalerweise keine Interventionen nötig.
      Ich empfinde das nicht als eine patriarchale Haltung.

  2. oh ha, die Frau ist also selbst verantwortlich, wenn die Geburt nicht gut läuft? Das ist eine Art Schuldumkehr und Abgabe der Verantwortung. Keine Frau kann sich gegen das System durchsetzen. Ärzte und Hebammen sind dafür da, Frauen eine gute Geburt zu ermöglichen, ansonsten geht sie besser allein in den Wald. Die meisten Frauen geben ihre Selbstverantwortung an der Kliniktür ab, anders kommen sie da gar nicht durch. Was ist denn mit den Frauen, die kein Urvertrauen haben? Das hat ja Gründe, und kann man sich nachträglich auch nicht einreden. Es ist immer die Gemeinschaft, die Vertrauen schafft und Raum hält.

  3. Eine Frau, die aus einem großen Erfahrungsschatz schöpft, eine Pionierin in ihrer Arbeit.
    Durch Vieles, was sie gesehen hat, hat sie vor allen Dingen gelernt, dass Annehmen wichtig ist.
    Stimmt, klingt gelegentlich fast gleichgültig, doch ich glaube, dass ist sie nicht!
    Es ist das Wissen, dass das Leben uns auch ungebetene Erfahrungen schenkt.

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